Werkstücke

Mit einem Werkstoff nach Wahl ein Werkstück herstellen – so lautete der Auftrag, dem sich die Studierenden der ArchitekturWerkstatt während des Frühjahrssemesters in einer freien Projektarbeit widmeten.

Sie arbeiteten mit einem breiten Spektrum an Materialien, Techniken und Werkzeugen: mit flüssigem Wachs, geschmolzenem Aluminium, gepresstem Kaffee, festem Wasser, gebranntem Holz; untersuchten den Auftrag von Schlämm- und Kalkputzen, beschäftigten sich mit der Strukturierung von Beton-, Gips- und Wachsoberflächen, beobachteten die Verwitterung von Wolle und die Verfestigung von Stoffen. Sie prüften Bindemittel für natürliche Pigmente, testeten die Zugfestigkeit von Klebstoff aus Baumharz und experimentierten mit Glas, indem sie es schmolzen, verformten oder als Scherben zu neuen Formstücken zusammenfügten. Säure, Wärme, Farbe, Druck, Zeit und Licht wurden zu entscheidenden Faktoren, wenn kalter Gips mit warmem Wachs zusammengegossen, Kork mit Zement vermischt, Papierfasern eingefärbt und Holzstücke in Salz oder Öl gebadet wurden.
Entstanden sind aufregende Werkstücke zum Anfassen: von Kalkputzen aus pulverisierten Muscheln über Bausteine und Möbelelemente aus Abfall bis hin zu natürlich eingefärbtem Rheintaler Terrazzo und Filterbeton aus Zigarettenstummeln. Ebenso spannend sind die Ideen, Absichten und Verfahren, die die Studierenden für die Herstellung der Werkstücke entwickelten und als Arbeitsprozess dokumentierten.
Die insgesamt dreissig Einzel- und Gruppenarbeiten wurden vor Semesterende im Galeriekaffee der ArchitekturWerkstatt von einem engagierten Team in einer schönen Ausstellung eingerichtet. Sie kann nach der Sommerpause besichtigt werden. Informationen zu Öffnungszeiten auch für extern Interessierte folgen.
Fürs Erste freuen wir uns über die reiche Sammlung und die scharfsinnigen, witzigen, inspirierenden und überraschenden Ideen, die uns nach den Ferien in der ArchitekturWerkstatt erwarten.

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